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WO VIEL LICHT IST, IST AUCH SCHATTEN !

Die Meisten denken bei diesem Zitat sicherlich nicht an die richtige Beleuchtung eines ergonomischen Büroarbeitsplatzes.

Wir als Büroraum-Planer sehen das jedoch etwas anders.
Über neunzig Prozent aller im Büro-Tätigen sind der Ansicht, dass sich die Büroumgebung wesentlich auf das Betriebsklima auswirkt. Was auf den ersten Blick wie ein abgegriffenes Klischee wirkt, ist für die meisten Büromenschen ein schmerzhaft empfundenes Defizit des Wohlfühlens an ihrem Arbeitsplatz. Und es kommt noch schlimmer: Augenärztliche Reihenuntersuchungen zeigen, dass immer mehr Menschen eine Brille brauchen. Wenngleich auch kein monokausaler, also eindeutiger Zusammenhang zwischen Bildschirmarbeit und dieser Zunahme nachzuweisen ist, so räumen Wissenschaftler doch eine höhere Belastung der Augen durch Bildschirmarbeit ein.

Daher heißt sicher nicht die Devise

  • „viel und möglichst gleiches Licht überall“ , sondern nur mit einer differenzierten Licht-Gestaltung ist ein ideales Ergebnis garantiert. Denn das Licht für Bildschirm-Arbeit muss zwei Anforderungen genügen, die sich auf Anhieb nur schwer vereinbaren lassen:
  • einerseits blendfreies Licht von relativ geringer Stärke im Bildschirmbereich für optimalen Kontrast und Darstellung auf dem Display;
  • daher ist die Schattenbildung nicht nur erlaubt, sondern bewusst gut geplant;
  • andererseits gerichtetes Licht höherer Stärke für die Arbeit mit Papier und Dokumenten.

Mehr als Helligkeit
Ohne Licht ist alles Leben unvorstellbar, ja unmöglich. Menschen brauchen das Licht nicht nur, um zu sehen, sondern auch für andere grundsätzliche Lebensfunktionen. Lichtsignale, über unsere Augen wahrgenommen, steuern unsere innere Uhr im Gehirn, aktivieren Gene und Proteine, beeinflussen unser Hormonsystem und koordinieren unseren biologischen Rhythmus, Tag für Tag wirkt Licht auf Physis und Psyche. auf unser Wohlbefinden, unsere Konstitution und Leistungsfähigkeit.

Computer und Bildschirm eroberten das Büro und Planer verbannten die Arbeitsplätze weg vom Fenster ins Rauminnere. Der Grund ist offensichtlich, damit  die Blendung und Reflexe am Bildschirm verringert werden  und sich der Kontrast auf dem Display erhöht. Ist das die einzige Lösung?

Kein gutes Beleuchtungs-Konzept?
Die Mehrheit der heutigen Büros sind unsrer Meinung nach nicht ins rechte Licht gesetzt:

  • unangenehme und belastende künstliche Beleuchtung,
  • mangelhafte lntegration von Tageslicht,
  • kaum Abstimmung auf die Seh-Aufgabe –
  • vor allem auf die Bildschirm-Arbeit.
  • Fazit: Viele Büros warten noch immer auf das ganzheitliche Beleuchtungskonzept.
  • individuell dimmbare Lichtlösungen sind in der klaren Minderheit.

Für Büro-Arbeit mit dem lnformationsträger Papier ist vor allem eine hohe Beleuchtungsstärke wichtig. Sie gewährleistet ausreichenden Zeichenkontrast der Vorlage. Bei Bildschirmarbeit muss die Beleuchtungsstärke geringer sein, um die Oberfläche des Bildschirms  nicht unnötig aufzuhellen: für optimalen Zeichenkontrast auf dem Monitor. Heute arbeiten Menschen im Büro mit beiden Informationsträgern, Bildschirm und Papier, nebeneinander, ja oft gleichzeitig. Eines ist klar:

  • Die einheitliche, direkt von der Decke strahlende Allgemeinbeleuchtung schafft dafür sicher nicht das optimale Licht. Aber: Drei Viertel aller Arbeitsplätze werden heute immer noch direkt beleuchtet.

Nachstehend einige Referenzbeispiele einer gelungenen, individuellen Integration von Kunstlicht in sonnendurchflutete Büroräume !

 

 

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